Fränkischer Gebirgsweg 10. - 28. Juni 2018

RÜCKBLICK

 

Für jemanden der aus den Bergen kommt erweckt der Name fränkischer Gebirgsweg gelinde gesagt Skepsis. Im Nachhinein jedoch sind wir sehr glücklich über unsere Wahl. Es hatten Strecke, Zeit und auch das Wetter perfekt gepasst. Die etwas über 400 Kilometer, sowie auch die gemäßigten Höhenmeter machten das Ganze zu einer Genusswanderung.

Landschaftlich reihte sich ein Filetstück an das Andere, nur die Umgehung hinter Bayreuth war schlecht beschildert und so wir landeten im Industriegebiet. 

Bis auf ein paar wenige fränkische Grantler trafen wir nur auf nette Menschen.

Moderate Preise, sehr gute, deftige Küche sowie ein traumhaft gutes Bier unterstrichen den Gesamteindruck noch. 

Die Zeit verging wie im Fluge, hatten wir doch immer wieder liebe Menschen als Begleitung.

Zuerst Sebastian aus Wien der immer wieder auf unseren Wanderungen ein paar Tage mit dabei ist.

Dann unser Neffe Markus mit seiner Frau Katharina aus Coburg die uns auch schon letztes Jahr am Rennsteig besuchten. Die Beiden, unser Sohn und seine Freundin Barbara halfen uns unser Auto mit Hänger vom Ausgangspunkt in Blankenstein bis Hersbruck dem Schlusspunkt unserer Wanderung umzusetzen, 

Dass unser Sohn Felix mit seiner Freundin Barbara uns ein Wochenende begleiteten und die Lamas mit viel Freude und Geschick führten freute uns besonders.

 

Wie schon auf all unseren anderen Wanderungen bewältigten unsere beiden nun schon siebenjährigen Lamawallache Paco und Peppone die Strecke ohne  nennenswerte Probleme  und sie wurden von Tag zu Tag zutraulicher, wenn wir an ruhigen Plätzen Pause machten brauchten wir sie beim Rasten nicht einmal mehr anleinen. 

Auch dieselmal fanden wir immer, egal ob wir zelteten, in Pensionen oder Ferienwohnungen übernachteten, sehr gute Plätze für die Beiden mit ausreichend Futter, es passte einfach alles. 

 

Nach nur wenigen Tagen zu Hause, haben wir schon die Unterlagen für unsere nächste Wanderung in Händen.

 

Gehen ist des Menschen beste Medizin

(Hippocrates, 460 v.Chr. - 375 v.Chr.)

 

 

Nur aufs Ziel sehen verdirbt die Lust am Reisen.

Friedrich Rückert (1788 - 1866) 

     

                

Die Landschaft erobert man mit den Schuhsohlen,

nicht mit den Autoreifen.

Georges Duhamel Humanist (1884 -1966)

oder mit den Radreifen.

(Traudl & Eugen)

 

 

Niemals habe ich soviel gedacht,
niemals so richtig gelebt,
nie bin ich so ich selbst gewesen
wie auf Reisen.
Wenn ich am selben Fleck bleibe,
kann ich nicht denken.
Es ist notwendig,
dass mein Körper sich bewegt.,
um meinen Geist zu bewegen.
Der Blick auf die Landschaft,
der Reigen lieblicher Aussichten,
die freie Luft,
die Abschüttelung all dessen,
was mich in Abhängigkeit hält,
weitet meine Seele
und macht mich kühn im Denken.
Jean Jacquess Rousseau
(1712 -1778)

 

 

Wem Gott will rechte Gunst erweisen,

den schickt er in die weite Welt;

Dem will er seine Wunder weisen,

in Berg und Wald und Strom und Feld.



Die Trägen, die zu Hause liegen, Erquicket nicht das Morgenrot,


sie wissen nur von Kinderwiegen,

von Sorgen, Last und Not um Brot.



Die Bächlein von den Bergen springen,


die Lerchen schwirren hoch vor Lust,

was soll ich nicht mit ihnen singen,

aus voller Kehl und frischer Brust?



Den lieben Gott laß ich nur walten;

der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld

und Erd und Himmel will erhalten,

hat auch meine Sach aufs best bestellt! 

Der frohe Wandersmann

Joseph von Eichendorf  (1788-1857)

Alte Sprache, aber zeitgerechter Text.

 

 

Last but no least:

Entspanne dich!  Lass das Steuer los!

Trudle durch die Welt, sie ist so schön.

Kurt Tucholsky